Samstag, 26. September 2015

Herzenswärme



V. ist die Beste!
Ich hab ja schon mal geschrieben, dass sie toll ist, als sie zum Beispiel einen öffentlichen Brief zum Thema Flüchtlinge geschrieben hatte.

Mittlerweile hatte die Pfarre schon für eine Handvoll Asylwerber eine Wohnung organisieren können, und vorgestern sind sie eingezogen.

Heute, als wir durch den Ort spazierten, waren wir 2 natürlich neugierig. V., sicher die Mutigere von uns zwei, meinte dann, als wir vor dem Pfarrheim standen: "Läuten wir doch an!".
'Nein, das kannst ja nicht machen, geh, wer weißt ob die aufmachen, vielleicht stören wir die...?'
Ich überwand mich und stellte mich neben V. vor die Tür.

Diese war ohnehin offen, und etwas zaghaft gingen wir hinein. Ein Junge stand da, wir sagten Hallo und Willkommen, und da saß dann schon der süße kleine 5-Jährige, der mir später seine kleine aber feine Stofftiersammlung vorführte. Da kam schon seine Mutter, die uns herzlich umarmte. So viel Freude, das war so wunderbar!!!

Natürlich blieb es nicht bei einem kurzen Hallo, wie das bei uns Österreichern so üblich ist – erst mal vorsichtig herantasten… Nein, wir wurden gleich auf einen Saft eingeladen, und obwohl die Familie kaum Englisch geschweige denn Deutsch konnte, wurde sich mit Händen und Füßen und dem Online-Übersetzer unterhalten und das wichtigste ausgetauscht.

Dann noch eine Verständnisschwierigkeit, wann wir sie denn durch den Ort führen könnten (In fünf Minuten, achso die meinten um fünf Uhr nachmittags, oh, da geht es nicht, morgen? Nein, übermorgen um 10!). Also ausgemacht. Noch einmal eine feste Umarmung und viele Küsse von Mutter und Tochter.

Ich kann nicht sagen wer sich mehr über die herzliche Begegnung gefreut hat.

Kommentare:

  1. Oh, diese Begegnung klingt wirklich toll! Es ist wunderbar, dass ihr euch für geflüchtete Familien einsetzt und dann auch noch aktiv mit ihnen in Kontakt tretet (: Großes Kompliment - weiter so!

    Alles Liebe,
    Laura

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  2. Vielen Dank :)
    dennoch fühlt es sich oft nur wie ein Tropfen auf dem heißen Stein an... soviel mehr könnte noch getan werden, für vieles fehlt die Zeit. Die eine Tochter der Familie ist nicht hier, sondern in Passau gelandet, und mit unseren österreichisch-deutschen Bürokratien ist das nicht so schnell erledigt wie es sich Mutter und Vater wünschen... das schmerzt, weil man sich hilflos und machtlos fühlt.
    Auch die Sprachbarriere ist schwer, da weiß man oft nicht, woran man ist - aber wir versuchen unser Bestes ;)
    Liebe Grüße,
    Marlene

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