Mittwoch, 1. Juli 2015

Einmal Bratislava und zurück [Mein Reisetagebuch]

Der Sommer ist da, die Ferien haben (für mich heute) angefangen.

Es ist 22.30, ich bin frisch geduscht, die Füße sind hochgelagert (wie gut das tut nach so einem Tag!).
Ein wundervoller Tag liegt hinter mir, den ich gemeinsam mit J. und K. verbringen durfte.
Und da meine heutige Aufgabe die der Reisereporterin ist (nachdem ich die beiden erfolgreich als Reisefotografin und Reiseführerin eingeteilt habe :-P), gibt es nun diesen Artikel.

Vor etwas mehr als 12 Stunden kamen wir mit dem Zug in Bratislava an, drei Studentinnen, ein Geburtstagsgeschenk (an uns alle).
Das frühe Aufstehen - am ersten Ferientag! - war es wert, der Tag versprach ein sonniger zu werden.

Gleichmal den Bus in die falsche Richtung genommen, durch ein Schlagloch - rumms! - aber für die Fahrt in die richtige Richtung geschickt Plätze besetzt, bevor eine Horde österreichischer Schülerinnen den Bus stürmte (Oh und Schulgruppen fielen mir in den letzten Tagen einige in Wien auf - letzte Schulwoche ahoi - Vorfreude auf das zukünftige Lehrerdarsein inklusive!). Eine unfreundliche Mitfahrerin später - und das nur, weil K. eben aus dem Bus aussteigen wollte - waren wir angekommen.

Erstmal orientieren, und in Richtung Altstadt. Und diese Altstadt ist eine schöne, mit kleinen Gassen, alten Gebäuden, vielen Lokalen.
Wir mochten vielleicht heute etwas herumgeirrt sein, man kann es aber auch als ein "Treiben lassen" bezeichnen. Ein erstes Ziel stand aber fest: das sowjetische Kriegerdenkmal, ziemlich beeindruckend.

Zurück in die Altstadt, etwas Bummeln, Wasser kaufen (ganz wichtig heute!), Kofola kaufen (= slowakisches Cola, wir haben die Edition mit Orangen-Zimt Geschmack erwischt, oder schmeckt das immer so?!).

Ein kleiner Snack, und dann durch die Altstadt, über Plätze, durch Marktstände. Eine kleine aber erfolgreiche Shoppingtour mit etwas Hin und Her (Frauen sind manchmal etwas unschlüssig, Achtung: Klischee!).

Die Hitze nahm zu, mein Kopfweh auch. Wir suchten Schutz und Schatten hinter der Stadtmauer. Oh, was für ein schönes Wortbild, die Stadtmauer, die Schutz bietet - ja vor was eigentlich? Nun ja, das was wir da erspähten, war mehr als gruselig... ich wills hier nicht erzählen, aber ich sollt vor dem Schlafen gehen nicht daran denken :-/.
Uns, das heißt K. und ich, hielt das zumindest von einem kurzen Nachmittagsschläfchen nicht ab.

Danach stand nicht mehr viel an, außer ein nettes Lokal für das Abendessen suchen *hüstel*. Hier begann der Spaß. Endlich war eins gefunden. Zuerst konnten wir uns nicht entscheiden, ein Salat klang verlockend bei der Hitze, Brimsennocken sind slowakische Spezialität. Was dann kam, war, nun ja... ein Reinfall.

Ich will hier nicht ins Detail gehen, ich sag nur, meine Freundinnen sind keine Fans von "Grammeln" (für deutsche Leser: grobe Würfeln aus Schweinespeck). Und der war halt sowohl in den Nockerln als auch im Caesar Salat (?!). Dieser Caesar Salat war ohnehin eine Eigenkreation, mit Backerbsen anstatt Croutons und Gouda statt Parmesan. Wer kann, der kann (oder eben auch nicht...). Dafür gab's noch einen Kuchen, und die Grammeln bescherten uns zumindest auf der Heimfahrt einige lustige Momente...

Ich hab den Tag sehr genossen, danke J. und K. für die tolle Idee! :) Ich bin froh, dass ich euch kennen lernen durfte (nicht lachen, K. ;) ), ihr habt mir die letzten 1 1/2 Jahre in Wien sehr verschönert! Und ich bin ja Gott sei dank ab Herbst nicht aus dieser Welt und noch immer Chor :)

PS: Dies war kein Bratislava-Guide, mehr eine Beschreibung meines heutigen Tages. Wir haben uns auch nicht intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt, mehr einen Tag in ihr verbracht, ein bisschen slowakische Luft geschnuppert und den Flair der Stadt gespürt. Fazit: Eine Reise wert, für einen Tagesausflug (von Wien aus) oder für ein Wochenende. Die Altstadt ist besonders schön.




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