Samstag, 16. Mai 2015

Mit:leiden:schafft. Eine Passionsperformance.


Es ist schon länger her, doch es wirkt noch immer nach. So wie auch das Osterereignis nachwirken sollte... Und somit nehm ich die Woche zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten her für eine kleine Rückschau:


Für den heurigen Karfreitag haben 40 Jugendliche aus Steyr-Umgebung mit dem Schauspieler Hannes Benedetto Pircher die Passion Christi erarbeitet und in Steyr und Garsten aufgeführt, mit Schauspiel, Musik, Tanz, selbstgemachten Videos.

Es war einzigartig und es hat mich berührt, und noch immer muss ich zurückdenken. 

Ich wusste nicht, was mich erwartet, und bin umgehauen worden von dem Ergebnis. Es war so ein intensives Stück, mit schnellen und dichten Dialogen, vollgepackt mit tiefgründigen Aussagen und Zitaten aus Bibel, Philosophie und heutiger Zeit. Man konnte hinter die Personen der biblischen Erzählung blicken. Was beschäftigte Petrus, was bewegte Judas, was beunruhigte die Mutter Maria und was (oder wer?) berührte Jesus?

Gut, man muss hier anmerken: Es war oft wahnsinnig dicht! Sogar ich, als Theologin, hatte manchmal Schwierigkeiten mitzukommen - päm, päm, päm, Argument auf Argument, Zitat nach Zitat! Nicht leicht, wenn man z.B. kirchlich/theologisch nicht ganz so sozialisiert ist, aber auf jeden Fall eine tolle Herausforderung!

Nicht nur die Musik hinterließ eine Gänsehaut, sondern auch die Botschaft der Barmherzigkeit, und das Hoffen der JüngerInnen Jesu auf ihn und was mit und durch ihn kommen soll. Dazu kam dieses gleichzeitige menschliche Ringen Jesu mit dem bevorstehenden Tod, und das Vertrauen auf Gottes Plan.


Für einen kleinen Eindruck der Arbeit davor:
https://www.youtube.com/watch?v=KHDpY4us2zc


Ich bin den Jugendlichen und Mitwirkenden so dankbar für diese tolle Arbeit, die sie geleistet haben, und freu mich so für sie, dass die beiden Vorstellungen so ein großer Erfolg waren (Schade, dass die Leidensgeschichte halt nur am Karfreitag Sinn macht - es hätte sicher noch mehr Nachfragen für Vorstellungen gegeben.). Die biblische Erzählung auf moderne Weise aufzugreifen und auf so positive Weise zu hinterfragen - Bravo!


Und somit bleibt "nur noch" die Frage: Was ist vom Osterereignis in unserer heutigen Zeit noch vorhanden...?





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